GLS Gesellschaft für LaborSicherheit

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Sie suchen die Bedeutung eines Fachbegriffs?

Hier finden Sie für die wichtigsten eine kurze Erklärung!

A

  • Abgesaugter Arbeitsplatz

    Unter abgesaugten Arbeitsplatz wird eine ablufttechnische Einrichtung verstanden, die abzugsähnlich ist, aber das Schutzniveau eines Abzugs nicht in vollem Umfang erfüllt.

  • Ableitfähige Gegenstände

    Unter ableitfähigen Gegenständen werden die Gegenstände verstanden, die einen höheren elektrischen Widerstand als leitfähige besitzen, aber dennoch nicht gefährlich aufgeladen werden können, solange sie Kontakt zu Erde besitzen und keinen stark ladungserzeugenden Prozessen ausgesetzt sind.

  • Abluft

    Unter Abluft wird der Luftstrom verstanden, der den behandelten Raum verlässt.

  • Ablufttechnische Einrichtung

    Unter ablufttechnischer Einrichtung wird eine labortechnische Einrichtung verstanden, die für ihre Funktion festgelegte Abluftströme benötigt wie Abzüge, Sicherheitsschränke, Sicherheitswerkbänke mit Fortluftanschluss, Punkt-, Boden- Tischabsaugungen sowie Unterbau- und Untertischabsaugungen.

  • Abzug

    Unter einem Abzug wird eine belüftete Schutzvorrichtung mit einem erzeugten Luftstrom durch eine einstellbare Arbeitsöffnung verstanden, die durch eine Umschließung die Ausbreitung luftgetragener Verunreinigungen zum Bediener und zu anderem Personal außerhalb des Abzugs begrenzt, ein gewisses Maß an mechanischen Schutz bietet und für die kontrollierte Abführung luftgetragener Verunreinigungen sorgt.

  • ADR

    Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße.

  • Allgemein anerkannte Regeln der Technik

    Unter allgemein anerkannten Regeln werden technische Regeln oder Verfahrensweisen verstanden, die wissenschaftlich fundiert und in der Praxis allgemein bekannt sind und sich aufgrund der damit gemachten Erfahrungen bewährt haben wie Normen (z.B. DIN-Normen), Richtlinien (z.B. VDI-Richtlinien) oder auch Unfallverhütungsvorschriften (z.B. DGUV-Vorschriften).

B

  • BAuA

    Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ist eine nichtrechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie ist eine Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

    Die Mitarbeiter der BAuA forschen, analysieren, informieren, publizieren, koordinieren, entwickeln, schulen und beraten für eine menschengerechte Arbeitswelt mit sicheren, gesunden und wettbewerbsfähigen Arbeitsplätzen.

  • Berufsgenossenschaften

    Die Berufsgenossenschaften sind Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Sie sind branchenspezifisch organisiert.

  • Betrieb

    Unter Betrieb wird der Ort verstanden, an dem Tätigkeiten vorgenommen werden, z. B. umschlossene Räume, Fahrzeuge oder Arbeitsplätze im Freien.

  • Betriebsanweisung

    Unter Betriebsanweisungen werden Anweisungen und Angaben des Betreibers bzw. des Verwenders von Einrichtungen, technischen Erzeugnissen, Arbeitsverfahren, Stoffen oder Zubereitungen an seine Mitarbeiter verstanden. Das Ziel ist es, Unfälle und Gesundheitsrisiken zu vermeiden.

  • Bildschirmarbeitsplatz

    Unter Bildschirmarbeitsplatz wird ein Arbeitsplatz verstanden, der mit einem Bildschirmgerät ausgestattet ist. Er umfasst Einrichtungen zur Erfassung von Daten und die Software, die den Beschäftigten bei der Ausführung ihrer Arbeitsaufgaben zur Verfügung steht. Außerdem zählen Zusatzgeräte und Elemente, die zum Betreiben oder Benutzen des Bildschirmgeräts gehören oder sonstigen Arbeitsmittel sowie die unmittelbare Arbeitsumgebung dazu.

  • Bioaerosol

    Unter Bioaerosol werden luftgetragene Flüssigkeitströpfchen und feste Partikel verstanden, die aus biologischen Arbeitsstoffen oder deren Stoffwechselprodukten bestehen oder mit ihnen behaftet sind. Aufgrund ihrer geringen Größe (typischerweise 0,1 - 10 µm) schweben sie in der Luft und können somit eingeatmet werden.

C

  • CE-Kennzeichnung

    CE (“Conformité Européenne”), d. h. “Europäische Konformität” bedeutet, dass das Produkt allen geltenden EU-Vorschriften entspricht und dass ein entsprechendes Konformitätsbewertungsverfahren durchgeführt wurde.

    Das CE-Zeichen gibt weder Auskunft über die Qualität noch die Herkunft.

  • Chemische Arbeitsstoffe/Chemikalien

    Unter chemischen Arbeitsstoffen werden alle chemischen Elemente und Verbindungen (einzeln oder in einem Gemisch) verstanden, wie sie in der Natur vorkommen oder durch eine Arbeitstätigkeit hergestellt, verwendet oder freigesetzt werden (einschließlich Abfall). Dabei spielt es keine Rolle, ob sie absichtlich oder unabsichtlich erzeugt oder ob sie in Verkehr gebracht werden. Dazu gehören auch Zubereitungen und bestimmte Erzeugnisse.

  • CMR-Stoffe

    Unter CMR-Stoffen (engl.: cancerogen, mutagen, reprotoxic) werden krebserzeugende, erbgutverändernde und fruchtbarkeitsgefährdende Stoffe verstanden.

D

  • Dekontamination

    Unter Dekontamination wird die Zurückführung biologischer Arbeitsstoffe auf die gesundheitlich unbedenkliche Grundbelastung verstanden.

  • Desinfektionsverfahren

    Unter Desinfektionsverfahren werden alle Maßnahmen verstanden, die geeignet sind, um Materialien und Gegenstände durch physikalische bzw. chemische Verfahren in einen Zustand zu versetzen, sodass diese nicht mehr infizierend sind.

  • DIN

    Deutsches Institut für Normung e. V.

E

  • Elektrostatische Aufladung

    Unter elektrostatischer Aufladung wird elektrische Ladung verstanden, die sich durch mechanische Trennung gleichartiger oder verschiedenartiger Stoffe auf den getrennten Teilen oder auf anderen leitfähigen Gegenständen oder auf Personen ansammelt. Eine mechanische Trennung kann beispielsweise beim Reiben, Abheben, Ausschütten und Zerreiben von festen Stoffen oder aber beim Versprühen, Strömen und Ausschütten von Flüssigkeit sowie beim Strömen von Gasen und Dämpfen, die geringe Mengen von feinverteilten Flüssigkeiten oder feinverteilten Feststoffen enthalten, erfolgen.

  • EN

    Europäische Norm

  • Ergonomie

    Unter Ergonomie wird die Lehre von der menschlichen Arbeit verstanden. Ziel ist die optimale Anpassung der Arbeit an die Eigenschaften und die Fähigkeiten des arbeitenden Menschen, um das Wohlbefinden des Menschen und die Leistung des Gesamtsystems zu optimieren. Erreicht wird dies, indem über gesicherte arbeitswissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse eine optimale Anpassung von Arbeitsinhalten, Arbeitsformen, Arbeitsmitteln und -hilfen sowie der Arbeitsumgebung und der Arbeitsbedingungen an die geistigen, physischen und psychischen Eigenschaften des Menschen erfolgt.

  • Explosion

    Unter Explosion wird eine schnell ablaufende Verbrennungsreaktion mit Anstieg der Temperatur, des Druckes oder beider gleichzeitig verstanden.

  • Explosionsfähige Atmosphäre

    Unter explosionsfähiger Atmosphäre wird ein Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen, Nebeln oder Stäuben unter atmosphärischen Bedingungen verstanden, in dem sich der Verbrennungsvorgang nach erfolgter Entzündung auf das gesamte unverbrannte Gemisch überträgt.

  • Explosionsfähiges Gemisch

    Unter explosionsfähigem Gemisch wird ein Gemisch aus brennbaren Gasen, Dämpfen, Nebeln oder aufgewirbelten Stäuben und Luft oder einem anderen Oxidationsmittel, das nach Wirksamwerden einer Zündquelle in einer sich selbsttätig fortpflanzenden Flammenausbreitung reagiert, verstanden, sodass im Allgemeinen ein sprunghafter Temperatur- und Druckanstieg hervorgerufen wird.

    Dem gleichgestellt sind auch chemisch instabile Gase, die ohne ein Oxidationsmittel nach Wirksamwerden einer Zündquelle in einer sich selbsttätig fortpflanzenden Flammenausbreitung reagieren können, sodass ein sprunghafter Temperatur- und Druckanstieg hervorgerufen wird.

  • Explosionsgefährdeter Bereich

    Unter explosionsgefährdeter Bereich wird ein Gefahrenbereich verstanden, in dem gefährliche explosionsfähige Atmosphäre auftreten kann.

F

  • Fachkraft für Arbeitssicherheit

    Unter Fachkraft für Arbeitssicherheit wird ein wichtiger Funktionsträger im betrieblichen Arbeitsschutz verstanden, der die Aufgabe hat, den Arbeitgeber beim Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie bei der Unfallverhütung in allen Fragen der Arbeitssicherheit einschließlich der sicheren und menschengerechten Gestaltung der betrieblichen Arbeitssysteme zu unterstützen.

  • Fachkunde

    Unter Fachkunde werden die erforderlichen Fachkenntnisse verstanden, die zur Ausübung einer bestimmten Aufgabe nötig sind. Die Anforderungen an die Fachkunde sind abhängig von der jeweiligen Art der Aufgabe und können entsprechende Berufsausbildung, Berufserfahrung oder eine zeitnah ausgeübte entsprechende berufliche Tätigkeit sein. Die Fachkenntnisse sind durch Teilnahme an Schulungen auf aktuellem Stand zu halten.

  • Fluchtweg

    Unter Fluchtweg werden Verkehrswege verstanden, an die besondere Anforderungen zu stellen sind und der Flucht aus einem möglichen Gefährdungsbereich und in der Regel zugleich der Rettung von Personen dienen. Sie führen entweder direkt ins Freie oder in einen gesicherten Bereich.

  • Fortluft

    Unter Fortluft wird ein Luftstrom verstanden, der ins Freie strömt.

  • Freisetzung

    Unter Freisetzung wird das gezielte Ausbringen von gentechnisch veränderten Organismen in die Umwelt verstanden, soweit noch keine Genehmigung für das Inverkehrbringen zum Zweck des späteren Ausbringens in die Umwelt erteilt wurde.

G

  • Gefährdung

    Unter Gefährdung wird die Möglichkeit eines Schadens oder einer gesundheitlichen Beeinträchtigung verstanden, ohne bestimmte Anforderungen an ihr Ausmaß oder ihre Eintrittswahrscheinlichkeit zu stellen, d. h. es ist die immanente potentielle Eigenschaft oder Fähigkeit, einen Schaden zu verursachen.

  • Gefährdungsbeurteilung

    Unter Gefährdungsbeurteilung wird der Prozess verstanden, der systematisch alle relevanten Gefährdungen der Beschäftigten ermittelt und bewertet, mit dem Ziel, die erforderlichen Maßnahmen für die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit festzulegen. Die festgelegten Maßnahmen müssen im Betrieb umgesetzt und auf ihre Wirksamkeit kontrolliert werden.

  • Gefährdungsermittlung

    Unter Gefährdungsermittlung wird die systematische Analyse verstanden, mit der Gefährdungen mit ihren Gefahren­­quellen und Entstehungsbedingungen identifiziert werden.

  • Gefährdungsfaktor

    Unter Gefährdungsfaktoren werden Gruppen von Gefährdungen verstanden, die durch gleichartige Gefahrenquellen oder Wirkungsqualitäten gekennzeichnet sind und einen Gesundheitsschaden möglich machen. Er beschreibt, in welche Ursachenkategorie die Gefahrenquelle einzuteilen ist.

    Beispiele für Gefährdungen sind mechanische, elektrische, thermische Gefährdungen, Gefahr- und biologische Arbeitsstoffe, Brand- und Explosionsgefährdungen, psychische und physische Belastungen etc.

  • Gefahr

    Unter Gefahr wird ein Zustand oder ein Ereignis verstanden, bei dem ein nicht akzeptables Risiko eines Schadenseintritts besteht. Der Schaden tritt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein. Eine Gefahr kann ein Arbeitsstoff, ein Arbeitsmittel oder eine Arbeitsmethode sein. Sie beschreibt die Schädlichkeit eines Stoffes an sich, z.B. ob er reizend, giftig oder ätzend ist, woraus eine bestimmte Wirkung, z.B. eine krebserregende oder erbgutschädigende, resultieren kann.

  • Gefahrenbereich

    Unter Gefahrenbereich wird der Bereich innerhalb oder im Umkreis eines Arbeitsmittels verstanden, in dem die Sicherheit oder die Gesundheit von Beschäftigten und anderen Personen durch die Verwendung des Arbeitsmittels gefährdet ist.

H

  • H-Hinweise

    Unter H-Hinweisen (engl.: hazard statements) werden die neuen Gefahrenhinweise verstanden, die die Art und gegebenenfalls den Schweregrad der von einem gefährlichen Stoff oder Gemisch ausgehenden Gefahr beschreiben.

  • Hochwirksame Toxine

    Unter hochwirksamen Toxinen werden sehr giftige Stoffwechselprodukte verstanden, die infolge von Einatmen, Verschlucken oder einer Aufnahme durch die Haut äußerst schwere akute oder chronische Gesundheitsschäden oder den Tod bewirken können.

I

  • Inaktivierung

    Unter Inaktivierung wird die Zerstörung der Vermehrungs- und Infektionsfähigkeit und der Toxizität von Mikroorganismen, Pflanzen und Tieren sowie Zellkulturen und ihrer Zellinhaltsstoffe verstanden.

  • Infektion

    Unter Infektion wird die Aufnahme eines Krankheitserregers und seine nachfolgende Entwicklung oder Vermehrung im menschlichen Organismus verstanden.

  • Innerbetriebliche Beförderung

    Unter innerbetrieblicher Beförderung wird jede Ortsveränderung innerhalb des Betriebsgeländes mit ortsfesten oder beweglichen Fördermitteln verstanden.

  • Inspektion

    Unter Inspektion werden alle Maßnahmen verstanden, mit denen der Istzustandes eines Arbeitsmittel festgestellt und beurteilt werden. Sie schließt die Bestimmung der Ursachen der Abnutzung oder der Schädigung und das Ableiten der notwendigen Konsequenzen für eine künftige Nutzung ein.

  • Instandhaltung

    Unter Inspektion wird die Gesamtheit aller Maßnahmen verstanden, die zur Erhaltung des sicheren Zustands oder der Rückführung in diesen notwendig sind. Sie umfasst insbesondere die Inspektion, Wartung und Instandsetzung.

    Folgende Tätigkeiten zählen zur Instandhaltung: Inspizieren, Prüfen, Messen, Auswechseln, Justieren, Reparieren, Warten, Fehler suchen, Teile austauschen, Installieren, Schmieren und Reinigen.

  • Instandsetzung

    Unter Instandsetzung werden alle Maßnahmen verstanden, die zur Rückführung eines Arbeitsmittels in den Sollzustand nötig sind, z. B. der Austausch von abgenutzten oder defekten Teilen gegen vorgegebene Ersatzteile.

  • Inverkehrbringen

    Unter Inverkehrbringen wird die Abgabe von Produkten an Dritte verstanden, einschließlich der Bereitstellung für Dritte, und das Verbringen in den Geltungsbereich des Gesetzes, soweit die Produkte nicht zu gentechnischen Arbeiten in gentechnischen Anlagen oder für genehmigte Freisetzungen bestimmt sind.

K

  • Kollektive Schutzmaßnahmen

    Unter kollektiven Schutzmaßnahem werden alle technischen und organisatorischen Maßnahmen verstanden, die dem Schutz der Beschäftigten dienen und nicht auf den einzelnen Beschäftigten bezogene sind.

  • Kontamination

    Unter Kontamination wird die Verunreinigung von Arbeitsstätten, Arbeitsbereichen, Einrichtungen, Maschinen, Werkzeugen, Arbeitskleidung, der Haut der Beschäftigten oder der Atemluft mit gefährlichen Stoffen verstanden.

  • Krankheitserreger

    Unter Krankheitserreger wird ein vermehrungsfähiges Agens (Virus, Bakterium, Pilz, Parasit) oder ein sonstiges biologisches transmissibles Agens, das bei Menschen eine Infektion oder übertragbare Krankheit verursachen kann, verstanden.

L

  • Lärm

    Unter Lärm wird jeder Schall verstanden, der zu einer Beeinträchtigung des Hörvermögens oder zu einer sonstigen mittelbaren oder unmittelbaren Gefährdung der Sicherheit und der Gesundheit der Beschäftigten führen kann.

  • Lagern

    Unter Lagern wird die Aufbewahrung zur späteren Verwendung sowie zur Abgabe an andere verstanden, einschließlich der Bereit­stellung zur Beförderung, wenn die Beförderung nicht innerhalb von 24 Stunden nach der Bereitstellung oder am darauffolgenden Werktag erfolgt. Ist dieser Werktag ein Samstag, so endet die Frist mit Ablauf des nächsten Werktags.

  • LASI

    Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik

  • Leitfähige Gegenstände

    Unter leitfähigen Gegenständen werden alle Gegenstände verstanden, die einen so geringen elektrischen Widerstand besitzen, dass sie geerdet werden können und auch selbst als Erdungspunkt für andere Gegenstände in Frage kommen.

  • Luftwechsel

    Unter Luftwechsel wird das Verhältnis von Abluftvolumenstrom zu Raumvolumen verstanden und wird üblicherweise in h-1 angegeben.

M

  • Mikroorganismen

    Nach BioStoffV werden unter Mikroorganismen alle zellulären oder nichtzellulären mikroskopisch oder submikroskopisch kleinen biologischen Einheiten verstanden, die zur Vermehrung oder zur Weitergabe von genetischem Material fähig sind. Dies betrifft insbesondere Bakterien, Viren, Protozoen und Pilze.

    Nach GenTSV werden unter Mikroorganismen alle Viren, Viroide, Bakterien, Pilze, mikroskopisch-kleine ein- oder mehrzellige Algen, Flechten, andere eukaryotische Einzeller oder mikroskopisch-kleine tierische Mehrzeller sowie tierische und pflanzliche Zellkulturen verstanden.

N

  • Normalbetrieb

    Unter Normalbetrieb wird die Benutzung von Anlagen innerhalb ihrer Auslegungsparameter verstanden.

    Zum Normalbetrieb gehören das An- und Abfahren von Anlagen, betriebsübliche Störungen, die regelmäßig wiederkehrende Reinigung von Anlagen, Inspektionen, Wartungen und Überprüfungen sowie die Freisetzung geringer Mengen an Gefahrstoffen. 

  • Normen

    Unter Normen werden allgemein anerkannten Regeln verstanden, die verbindlich für alle Anwender sind. Sie definieren Begriffe, Einheiten, Arbeitsmethoden sowie Anforderungen an die Beschaffenheit und gelten auf nationaler und internationaler Ebene.

  • Notausgang

    Unter Notausgang wird ein Ausgang im Verlauf eines Fluchtweges verstanden, der direkt ins Freie oder in einen gesicherten Bereich führt.

  • Notausstieg

    Unter Notausstieg wird ein im Verlauf eines zweiten Fluchtweges ein zur Flucht aus einem Raum oder einem Gebäude geeigneter Ausstieg verstanden.

O

  • Organismus

    Unter Organismus wird jede biologische Einheit verstanden, die fähig ist, sich zu vermehren oder genetisches Material zu übertragen. Davon eingeschlossen sind die Mikroorganismen.

P

  • P-Hinweise

    Unter P-Hinweisen (engl.: precautionary statements) werden die neuen Sicherheitshinweise verstanden, die empfohlene Maßnahmen beschreiben, um schädliche Wirkungen aufgrund der Exposition gegenüber einem gefährlichen Stoff oder Gemisch bei seiner Verwendung oder Beseitigung zu begrenzen oder zu vermeiden.

  • Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

    Unter persönlicher Schutzausrüstung wird die erforderliche Bekleidung sowie erforderliche Einrichtungen zum Schutz vor Unfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen verstanden, die der Beschäftigte persönlich benutzt. 

    Zur PSA gehören: Kopfschutzmittel, Gesichtsschutzmittel, Handschutzmittel, Fußschutzmittel, Gehörschutzmittel, Atemschutzmittel sowie ein Schutz gegen Absturz.

  • Prävention

    Die Prävention hat das Ziel, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhindern sowie für eine wirksame Erste Hilfe zu sorgen.

  • Primärer Explosionsschutz

    Unter dem primären Explosionsschutz wird die Verhinderung der Bildung gefährlicher explosionsfähiger Gemische verstanden.

  • Prüfpflichtige Änderung

    Unter prüfpflichtiger Änderung wird jede Maßnahme verstanden, durch welche die Sicherheit eines Arbeitsmittels beeinflusst wird. Dazu zählen auch Instandsetzungsarbeiten.

  • Prüfung

    Unter Prüfung wird die Ermittlung des Istzustands, der Vergleich des Istzustands mit dem Sollzustand sowie die Bewertung der Abweichung des Istzustands vom Sollzustand beschrieben.

  • Psychische Belastung

    Unter psychischer Belastung werden alle erfassbaren Einflüsse verstanden, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch auf ihn einwirken.

R

  • REACH

    "Registration, evaluation, authorisation and restriction of chemicals"

    REACH bezeichnet das neue europäische Chemikaliengesetz.

  • Restrisiko

    Unter Restrisiko wird das Risiko verstanden, was noch nach dem Ergreifen von Schutzmaßnahmen verbleibt.

  • Risiko

    Unter Risiko wird die Wahrscheinlichkeit und die Schwere eines durch eine Gefährdung möglichen Schadens verstanden. Es bezieht sich sowohl auf Personenschäden als auch auf Sachschäden.

    Risiko = Schadensausmaß x Wahrscheinlichkeit des Eintritts des Schadens

    Das Risikopotential beschreibt das Produkt aus dem Gefährdungspotential und der Exposition.

  • Risikoanalyse

    Unter Risikoanalyse wird die Bewertung einzelner Risiken im Hinblick auf deren Einfluss, Wichtigkeit und Wahrscheinlichkeit verstanden.

    Es ist eine Methode, um numerische oder qualitative Werte für das Risiko zu ermitteln und stellt eine Möglichkeit zur Risikoeinschätzung dar.

  • Risikobeurteilung

    Unter der Risikobeurteilung wird die Gesamtheit des Verfahrens verstanden, das die Risikoanalyse und Risikobewertung umfasst.

  • Risikobewertung

    Unter Risikobewertung wird die Beurteilung verstanden, die auf der Risikoanalyse beruht und eine Aussage darüber gibt, ob die Ziele zur Risikominderung erreicht wurden. Sie bewertet die Sicherheit, um die Mitarbeiter und andere Personen zu schützen und die Möglichkeit eines Schadens auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

S

  • Sachkunde

    Unter Sachkunde wird die Erweiterung der bestehenden Fachkunde durch Teilnahme an einem behördlich anerkannten Sachkundelehrgang verstanden. Sachkundig ist ferner, wer über eine von der zuständigen Behörde als gleichwertig anerkannte oder in dieser Verordnung als gleichwertig bestimmte Qualifikation verfügt.

  • Schaden

    Unter Schaden wird eine Verletzung oder eine Schädigung der Gesundheit von Personen und/oder der Umwelt verstanden.

  • Schutzmaßnahmen

    Unter Schutzmaßnahmen werden alle Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verhütung von Unfällen bei der Arbeit und von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren verstanden. Dazu zählen technische, organisatorische oder persönliche Schutzmaßnahmen, die im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden.

    Mit deren Wirksamkeit sind die Gefährdung der Beschäftigten beseitigt oder auf ein Minimum verringert.

  • Schutzstufen

    Unter Schutzstufe wird der Maßstab für die Höhe der Infektionsgefährdung einer Tätigkeit verstanden. Sie orientiert sich dabei an der Risikogruppe des jeweiligen Biostoffs.

    Nach BioStoffV werden insgesamt vier Schutzstufen, entsprechend den Risikogruppen, unterschieden. Die Schutzstufen umfassen alle technischen, organisatorischen und persönlichen Sicherheitsmaßnahmen, die für die Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen entsprechend ihrer Gefährdung zum Schutz der Beschäftigten festgelegt oder empfohlen sind.

  • Schutzziele

    Unter Schutzzielen werden alle Forderungen und Vorgaben verstanden, die die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei der Arbeit zum Inhalt haben.

  • Sekundärluft

    Unter Sekundärluft wird der Luftstrom verstanden, der einem Raum entnommen und nach Behandlung demselben Raum wieder zugeführt wird.

  • Sicherheit

    Unter Sicherheit wird das „Ausschalten von unvertretbaren Risiken“ verstanden. Im sicheren Zustand ist immer noch ein vertretbares Risiko enthalten.

T

  • Tätigkeiten

    Unter Tätigkeiten wird jede Arbeit mit Stoffen, Zubereitungen oder Erzeugnissen, einschließlich der Herstellung, Mischung, dem Ge- und Verbrauch, der Lagerung, Aufbewahrung, Be- und Verarbeitung, Ab- und Umfüllung, Entfernung, Entsorgung und Vernichtung verstanden. Dazu zählen auch das innerbetriebliche Befördern sowie Bedien- und Überwachungsarbeiten.

  • Technische Regeln für Arbeitsstätten (ASR)

    Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten geben den Stand der Technik, der Arbeitsmedizin und Hygiene entsprechende Regeln und sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse für das Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten wieder.

    Sie konkretisieren die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung hinsichtlich der Ermittlung und Bewertung von Gefährdungen und den davon abgeleiteten geeigneten Schutzmaßnahmen. Bei Anwendung der in der ASR genannten Maßnahmen kann der Arbeitgeber die Vermutung der Einhaltung der Vorschriften der Arbeitsstättenverordnung für sich geltend machen.

  • Technischer Kontrollwert (TKW)

    Unter Technischer Kontrollwert wird der Wert verstanden, der die Konzentration biologischer Arbeitsstoffe in der Luft für einen bestimmten Arbeits­bereich, gegebenenfalls auch für ein bestimmtes Verfahren oder einen bestimmten Anlagentyp festlegt, der grundsätzlich nach dem Stand der Technik erreicht werden kann. Dieser Wert dient der Beurteilung der Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen und wird vom ABAS festgelegt.

  • Toxine

    Unter Toxine werden alle Stoffwechselprodukte oder Zellbestandteile von Biostoffen verstanden, die infolge von Einatmen, Verschlucken oder Aufnahme über die Haut beim Menschen toxische Wirkungen hervorrufen und dadurch akute oder chronische Gesundheitsschäden oder den Tod bewirken können.

  • Toxizität

    Unter Toxizität wird die Giftigkeit eines Stoffes verstanden. Die toxische Wirkung einen Stoffes auf einen Menschen hängt neben seiner Giftigkeit auch entscheidend von der Art der Aufnahme ab.

  • TRBA

    Technische Regeln für biologische Arbeitsstoffe.

    Sie geben den Stand der sicherheitstechnischen, arbeitsmedizinischen, hygienischen sowie arbeitswissenschaftlichen Anforderungen zu Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen wieder und beinhalten die vom Ausschuss für biologische Arbeitsstoffe beschlossenen Regeln der Biostoffverordnung.

  • TRBS

    Technische Regeln für Betriebssicherheit.

    Sie konkretisieren die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) hinsichtlich der Er­mitt­lung und Bewertung von Gefährdungen sowie der Ableitung von geeigneten Maßnahmen.

U

  • Übertragbare Krankheit

    Unter übertragbarer Krankheit wird eine Krankheit verstanden, die durch den Transport eines Infektionserregers oder deren toxischen Produkte von einer Infektionsquelle auf den Menschen oder einen anderen Wirt verursacht wurde.

  • Umluft

    Unter Umluft wird die Abluft verstanden, die der Luftbehandlungsanlage wieder zugeführt wird und als Zuluft wiederverwertet wird.

  • Unfallverhütung

    Unter Unfallverhütung werden alle präventiven Maßnahmen des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit verstanden. Sie werden in den Unfallverhütungsvorschriften zusammengefasst.

    Die Unfallverhütungsvorschriften (UVV) stellen die für jedes Unternehmen und jeden Versicherten der gesetzlichen Unfallversicherung verbindliche Pflichten bezüglich Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz dar.

  • Unterweisung

    Eine Unterweisung vermittelt den Arbeitnehmern Informationen über den Gesundheits- und Arbeitsschutz mit dem Ziel, Mitarbeiter auf einen Wissensstand zu bringen, der ihnen das Erkennen von Gesundheitsgefahren ermöglicht, sie zum sicheren Arbeiten befähigt und sie in die Lage versetzt, in einem Notfall richtig zu reagieren.

V

  • Validität

    Unter Validität wird ein Testgütekriterium verstanden, das darüber informiert, wie gültig ein Testverfahren ist. Eine hohe Validität zeigt an, dass mit einem Untersuchungsverfahren genau das Merkmal misst, das es messen soll - und nichts anderes. Valide Untersuchungsergebnisse sind so beschaffen, dass man von den untersuchten Stichproben auf die entsprechende Grundgesamtheit verallgemeinern darf.

  • Vertretbares Risiko

    Unter vertretbaren Risiko wird das Risiko verstanden, das auf den jeweils gültigen Werten der Gesellschaft beruht und in gegebenen Zusammenhang akzeptiert wird.

    Beim vertretbaren Risiko ist das Risiko auf ein vertretbares Maß reduziert.

W

  • Wartung

    Unter Wartung werden alle Maßnahmen verstanden, die zur Bewahrung des Sollzustandes eines Arbeitsmittels notwendig sind. Der Sollzustand kann dabei z. B. durch Reinigung und Schmierung des Arbeitsmittels sowie durch Ergänzung oder Austausch von Arbeitsstoffen aufrechterhalten werden.

Z

  • Zellkulturen

    Unter Zellkulturen werden in-vitro vermehrte Zellen verstanden, die aus vielzelligen Organismen isoliert worden sind.

  • Zoneneinteilung

    Unter Zoneneinteilung wird die Unterteilung von explosionsgefährdeten Bereichen nach der Häufigkeit und Dauer des Auftretens explosionsfähiger Atmosphären in Zonen verstanden.

  • Zubereitungen

    Unter Zubereitungen werden Gemenge, Gemische und Lösungen verstanden, die aus zwei oder mehreren Stoffen bestehen. Dazu zählen alle wässrigen Lösungen (i. d. R. auch Säuren und Basen).

  • Zulassungsverfahren

    Unter Zulassungsverfahren wird die Prüfung eines Arzneimittels auf seine Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und die Erfüllung der erforderlichen pharmazeutischen Qualität verstanden. Der Zweck ist die Risikovorsorge und Abwehr von Gefährdungen der Gesundheit, die durch unsichere oder wirkungslose Arzneimittel entstehen könnten.

    Zulassungsverfahren werden durch nationale Regelungen und durch internationale Übereinkommen geregelt. Darüber hinaus wird der eine Zulassung begründende medizinische Hintergrund durch die Entwicklungen von der Konsens-basierten Medizin zur Evidenz-basierten Medizin fortlaufend weiterentwickelt.

  • Zuluft

    Unter Zuluft wird der Luftstrom verstanden, der in den behandelten Raum eintritt bzw. die Luft, die aus der Anlage nach einer Behandlung in den Raum eintritt.

  • Zur Prüfung befähigte Person

    Unter einer zur Prüfung befähigten Person wird eine Person verstanden, die durch ihre Berufsausbildung, ihre Berufserfahrung und ihre zeitnahe berufliche Tätigkeit über die erforderlichen Kenntnisse zur Prüfung von Arbeitsmitteln verfügt.